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Fragen und Antworten

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Hat die Bahn bereits in 2020 konkrete Pläne zum Streckenverlauf erarbeitet?
veröffentlicht: 30.03.2020

Nein. Die Bahn hat bisher keine Pläne erarbeitet. Sie hat erst im November 2020 dafür vom Bundesverkehrsministerium einen Auftrag erhalten.

Das Bundesverkehrsministerium hatte vorab ein Fachbüro beauftragt, um fünf denkbare Varianten zu prüfen. Damit wurde festgestellt, dass mehr Gleise zwischen Hannover und Bielefeld wirtschaftlich gebaut werden können. Eine Fahrzeit von 31 Minuten kann technisch und wirtschaftlich erreicht werden. 

Würde Minden durch eine bestandsferne Neubaustrecke vom Fernverkehr abgehängt?
Thema: Bestandsstrecke | veröffentlicht: 30.03.2020

Inter-City (IC) und Inter-City-Express (ICE) können über die Bestandsstrecke auch zukünftig Minden anfahren. Das ist keine Frage der Streckenführung, sondern des Bedarfes. Auch jetzt halten viele ICE nicht in Minden, obwohl sie durch Minden fahren.

Wer entscheidet, was gebaut wird?
veröffentlicht: 30.03.2020

Genau genommen entscheiden die Gesetze, was in Deutschland wie gebaut wird. Die Einhaltung der Gesetze wird durch die zuständigen Behörden geprüft.

Die Behörden genehmigen nur Streckenvarianten, die volkswirtschaftlich sinnvoll sind. Auch müssen Mensch und Natur bestmöglich geschützt werden. Nur in diesem engen Rahmen hat die Bahn Gestaltungsspielräume, die sie zusammen mit der Region ausloten wird. 

Nur der Gesetzgeber selbst, der Bundestag, kann Beschlüsse fassen, die über die Gesetze hinaus gehen. Dies gilt für die sogenannte parlamentarische Befassung beim Planfeststellungsverfahren und für einen etwaigen Bundestagsbeschluss im  Rahmen des Maßnahmengesetzes-Vorbereitungsgesetz (MgVg ). Die Regionen können dabei Forderungen einbringen, die zum Beispiel mehr Lärmschutz vorsehen als gesetzlich vorgeschrieben.

Warum gibt es bisher wenig Konkretes zum Projekt?
Thema: Verschiedenes | veröffentlicht: 29.03.2020

Die Deutsche Bahn hat unmittelbar nach der Beauftragung durch das Bundesverkehrsministeriums die Öffentlichkeit informiert. Die Deutsche Bahn beginnt jetzt mit den Planungen. Dabei sucht die Bahn von Anfang an den Dialog mit der Öffentlichkeit. Entsprechend sind viele Fragen noch offen. Andererseits kann vieles noch beeinflusst werden.

Warum ist die kürzere Fahrzeit von 31 Minuten zwischen Hannover - Bielefeld wichtig?
Thema: Deutschlandtakt |, Thema: Planungsvorgaben | veröffentlicht: 29.03.2020

Die kürzere Fahrzeit von bis zu 31 Minuten zwischen Hannover und Bielefeld ist vor allem aus drei Gründen wichtig:

  1. Für den Deutschland-Takt soll die Fahrzeit zwischen Hannover und Hamm unter einer Stunde liegen. Dies gewährleistet, dass in vielen Bahnhöfen Nah- und Fernzüge gleichzeitig ankommen können (integraler Taktfahrplan) und ein zum Beispiel fester halbstündlicher Takt möglich wird.
  2. Kürzere Fahrzeiten bewegen mehr Menschen dazu, den klimafreundlichen Zug statt Auto oder Flugzeug zu nehmen. 
  3. Je kürzer die Fahrzeit einer Stecken-Alternative ist desto größer ist ihr volkswirtschaftlicher Nutzen. Denn die Reisenden sind dann kürzer unterwegs und haben mehr Zeit, um zum Beispiel zu arbeiten. Die Wirtschaftlichkeit einer Bahnstrecke hängt also nicht nur von den Baukosten ab, sondern auch vom Nutzen.

Hierfür sind die Fahrzeitgewinne zwischen Hannover und Bielefeld nötig. Die großen Fahrzeitgewinne sind möglich, weil die Züge derzeit bei Wunstorf und bei Minden Umwege fahren und es viele Bereiche gibt, wo die Züge langsam fahren müssen.

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