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5. Plenum

online


Mo. 20.06.2022
17:00 bis 20:00

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Symbolbild. Arbeiten am Laptop
Dominic Dupont, DB AG

Am 20. Juni 2022 fand die 5. Sitzung des Plenums statt. Im Plenum sind Interessengruppen aus dem Projektraum vertreten. Siehe Dialog. Rund 90 Personen nahmen an der Videokonferenz teil und bis zu 40 Personen verfolgten die Sitzung im öffentlichen Live-Stream. 

Tagesordnung

  1. Rückblick,
  2. Bewertungs-Methodik,
  3. Ausblick.

Ergebnissse

Herr Borkenhagen (Bosch&Partner) erläuterte den Aufbau des Kriterienkatalogs für die spätere Bewertung von Trassenvarianten. Die Teilnehmenden diskutierten einzelne Aspekte des Kriterienkatalogs. Dabei wurde u.a. festgestellt:

  • Neben den technischen Belangen wurden neue Kriterien dort aufgenommen, wo diese entscheidungsrelevant sind.
  • Es wird geprüft, ob die Wirkungen auf Flächennutzungen wie Naturschutzgebiete als Kriterium in der Bewertung berücksichtigt werden kann, analog zu Siedlungsgebieten.
  • Es gibt noch keinen standardisierten Weg, um Treibhausgas-Emissionen von Lebenszyklus und Betrieb der Trasse in den Bewertungskriterien zu berücksichtigen. Hier wird noch ein Weg gesucht (Baustoffe, Massenbilanzen, Betrieb etc.). Das Thema wird in jedem Fall in der Nutzen-Kosten-Untersuchung berücksichtigt.
  • Die später zu bewertenden Trassen werden derzeit in Zusammenarbeit der Fachleute konstruiert und später im Plenum bei Bedarf oder Möglichkeit optimiert. Dabei wird jede sinnvoll erscheinende Option berücksichtigt.
  • Die Bündelung von Infrastrukturen kann im Einzelfall keine Vorteile für den Raum bringen. Die Wirkung einer Bündelung wird deshalb im Einzelfall nicht positiv in die Bewertung eingehen.

Weitere Hinweise wie auf Hofstellen haben die Fachleute direkt aufgenommen. Dabei wurden viele Punkte deutlich, die es weiter zu diskutieren gilt. Die Diskussion wurde heute begonnen und wird in den Regionaltreffen weitergeführt.

Herr Dr. Balla konkretisierte die Anwendung der Bewertungskriterien am Beispiel der Umweltkriterien. Er erläutert auf Nachfrage:

  • Die Bestandstrasse wird mit demselben Verfahren wie die anderen Trassenvarianten bewertet.
  • Die Aggregation der Bewertungsergebnisse soll so transparent und objektiv wie möglich erfolgen. Das Verfahren ist noch in Entwicklung. Dabei sollen verschiedene Gewichtungsszenarien berücksichtigt werden.
  • Die Deutsche Bahn muss als Vorhabenträgerin über die Gewichtung der Kriterien entscheiden. Über die Gewichtung wird das Plenum in einer späteren Sitzung diskutieren.
  • Die Grobkorridore sind für die Fachleute die Basis für die Suche nach möglichen Trassenvarianten. Vorschläge für mögliche Trassen, die auch außerhalb der Grobkorridore liegen können, nimmt das Projekt gerne entgegen.
  • Die Bewertung der Varianten anhand der einzelnen Kriterien wird entwickelt mit Berücksichtigung von ähnlichen Projekten und der etablierten fachlichen Praxis. Sie ist aber nicht in jedem Fall direkt vergleichbar mit anderen Projekten.

In einer kommenden Plenums-Sitzung soll dargestellt werden, wie die Entwicklung der Trassenvarianten funktioniert.
 

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